Dienstag, 15. April 2008

Gespräch zwischen Landwirt aus Grippel und Genmais-Gegnern. /15.04.08

„Es sieht nicht so aus, als würde Günther Riebau von seinem Vorhaben zurück­treten". Diesen Eindruck schil­dern Genmais-Gegner, nachdem sie auch am Sonntag einen Pro­testspaziergang in Laase mach­ten, wo der Landwirt womöglich Genmais anbauen will. Wie die Genmais-Gegner mitteilen, habe es in Nähe der Anbaufläche ein Gespräch zwischen den De­monstranten, dem Landwirt und der Polizei gegeben - in „ruhiger und sachlicher Atmosphäre". Riebau habe dabei gesagt, dass er die neue Sorte ausprobieren wolle, schließlich sei das nicht verboten. Die Genmais-Gegner wollen mit ihren Spaziergängen Druck ausüben auf den Land­wirt, damit der von seinem Vor­haben abrückt.
Günther Riebau hat bekanntlich angemeldet, ab dem 18. April umstrittenen Gen­mais MON 810 der Firma Mon­santo anzubauen. Die Flächen liegen im Biosphären-Reservat Elbtalaue. Dessen Verwaltung sieht die Pläne sehr kritisch. Wie auch viele Genmais-Gegner. Sie wollen, dass der Landwirt seine Meldung für den Anbau offiziell zurückzieht: „Wir wollen nicht, dass eine Aussaat stattfindet", deshalb habe man „Pläne geschmiedet". Riebau dagegen hat angekündigt: „Wenn man mir droht, die Pflanzen rauszureißen, dann baue ich an".
Ein Bericht aus der ELBE-JETZEL-ZEITUNG. Erschienen am 15.04.08